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Die terranets bw stellt sich vor...

03.06.2019

Die terranets bw GmbH ist als Partner im Projekt MethQuest im Verbund MethGrid an der Konzeptionierung eines Hafen-Microgrids beteiligt und bringt hier Erfahrungswerte als Gastransportnetzbetreiber ein.

Guten Tag Herr Dodd. Welche Alleinstellungsmerkmale bringt terranets in diesem Themenbereich mit?

Wir als terranets bw betreiben das Gastransportnetz in Baden-Württemberg und haben deshalb langjährige Erfahrung, wie man mit Gastransporten im großen Maßstab umgeht. Das beinhaltet unter anderem auch das Thema Speicherung von Erdgas, welches bereits heute einen hohen Stellenwert hat und zukünftig auch von großer Bedeutung sein wird. Wichtig wird außerdem die Sektorenkopplung zwischen den erforderlichen Speichern für die Energieversorgung – z. B. von Haushalten – und für die Versorgung des Verkehrssektors mit Kraftsoff – z. B. in Form von erneuerbaren Gasen – sein.

Welche Aufgaben übernimmt terranets im Verbund MethGrid?

Unser Schwerpunkt ist die Konzeptionierung eines LNG-Hubs. Das ist eine Anlage zur Speicherung von verflüssigtem Erdgas (LNG) oder EE-Methan (EE-LNG) und dient verschiedenen Nutzern als Energie- und gegebenenfalls auch Kraftstoffversorgung – im Binnenhafen z. B. Schiffen und städtischen Bussen. Uns geht es dabei um die verschiedenen Technologien, die es zur Speicherung von LNG bereits heute gibt. Aber auch um den Übergangsprozess, wenn die erneuerbaren Gase die fossilen Gase einmal ablösen. Für diesen bevorstehenden Übergangsprozess möchten wir selber noch dazu lernen und überlegen, wie wir diesen am besten mitgestalten. Im zurückliegenden Projekthalbjahr haben wir bereits ganz konkret einen ersten LNG-Hub für ein Speichervolumen von 2.000 m³ LNG in einem Gebiet am Rhein konzeptioniert. Hintergrund ist, dass wir davon ausgehen, dass der Transport von LNG mit Schiffen über den Rhein im Wettbewerb zu einer Verflüssigung vor Ort steht. Wir haben hier also zum einen vor, technologische Fragen durch die Konzeptionierung von LNG-Hubs zu untersuchen. Zum anderen aber auch logistische Fragen zu beantworten, unter anderem wie große LNG-Mengen zu günstigen Konditionen z. B. nach Baden-Württemberg gebracht werden können.

Wenn das Leitprojekt erfolgreich abgeschlossen ist – woran würde terranets das merken?

Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir basierend auf den Überlegungen, die im Verbund MethGrid angestellt werden, Geschäftsmodelle entwickeln können, die uns einem nahhaltigen Energiesystem einen Schritt näherbringen. Wir sehen den Mehrwert für uns vor allem im Austausch mit den anderen Partnern, die sich ähnlichen Fragestellungen widmen und aus verschiedenen Themenbereichen kommen. Außerdem sind wir der Ansicht, dass das Leitprojekt MethQuest einen großen Beitrag leistet um marktfähige Lösungen zu entwickeln.

Christopher Dodd leitet bei terranets bw den Bereich Unternehmensplanung & Asset Management.

Gesamtkoordination:

MTU Friedrichshafen GmbH
Maybachplatz 1
88045 Friedrichshafen

 

DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut
des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Engler-Bunte-Ring 1
76131 Karlsruhe