MethQuest: Mit erneuerbarem Methan die Energiewende voranbringen.

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende und der Klimaschutzziele der Bundesregierung stellt eine der zentralen gesellschaftlichen Aufgaben für die nächsten Jahrzehnte dar. In Wissenschaft, Industrie und Politik setzt sich zunehmend die Meinung durch, dass eine rein strombasierte Energiewelt aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht zielführend ist. Gasbasierte Technologien auf der Grundlage erneuerbarer Energiequellen können in allen Energiesektoren einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende leisten und Hand in Hand mit strombasierten Technologien betrieben werden.

MethQuest: Eckdaten
  • Gesamtbudget: 32 Mio. €
  • Förderung: 19 Mio. € durch BMWi
  • Laufzeit: 3 Jahre
  • Konsortium: 27 Partner

Bild: Die Mitarbeiter des Forschungsvorhabens MethQuest beim Kick-Off-Meeting am 13./14.September 2018 in Friedrichshafen.

Bild 2: Übergabe des Zuwendungsbescheids von Norbert Brackmann (rechts) an (v. l.) Michael Hönl, Frank Graf und Andreas Schell

Erneuerbares Methan kann mit elektrischer Energie aus erneuerbaren Energiequellen und nicht-fossilem Kohlenstoff erzeugt werden.

Dieses sogenannte EE-Methan weist zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Optionen auf. Im Vergleich zu flüssigen Kraftstoffen sind die notwendigen verfahrenstechnischen Prozesse weniger komplex und weisen signifikant höhere energetische Wirkungsgrade auf, was sich positiv auf die Gestehungskosten und den Bedarf an EE-Erzeugungsanlagen auswirkt. Ein weiterer Vorteil ist die problemlose Substitution von fossilem CNG und LNG durch komprimiertes bzw. verflüssigtes EE-Methan, sodass bestehende Verbrennungsanlagen und Motoren weiter genutzt werden können. Da der Anteil von EE-Methan gegenüber fossilem Erdgas sukzessive erhöht werden kann, ist kein kurzfristiger Kraftstoffwechsel notwendig.

Mit dem Ziel die Energiewende voranzubringen, werden in MethQuest Technologien entwickelt und untersucht, mit denen EE-Methan effizient erzeugt und in mobilen und stationären Anwendungen (PKW, Schiff, BHKW) genutzt werden kann. Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchungen liegt darauf, wie sich die Einführung von erneuerbarem Methan auf das gesamtdeutsche Energiesystem hinsichtlich notwendiger Infrastruktur, Kosten und Umwelteinflüsse auswirkt. Um die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen gilt dabei der Sektorenkopplung ein besonderes Augenmerk. Zudem werden am Fallbeispiel „Reinhafen Karlsruhe“ konkrete Lösungen zur Gestaltung von Microgrids für Binnen- und Seehäfen entwickelt.

Dieser ganzheitliche Ansatz und die Beteiligung von Partnern aus Forschung, Industrie und Energiewirtschaft gewährleisten technologische Neu- und Weiterentwicklungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Gaserzeugung bis hin zur Endanwendung. Die beteiligten Partner freuen sich auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Gesamtkoordination:

MTU Friedrichshafen GmbH
Maybachplatz 1
88045 Friedrichshafen

 

DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut
des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Engler-Bunte-Ring 1
76131 Karlsruhe